Chiles Seenregion und wildes Patagonien

18.03.19 - 04.04.19
18 Tage
Preis: CHF 7995.00

In Patagonien, dem untersten Zipfel von Chile und Argentinien, findet man, was in Europa selten geworden ist: endlose Weiten, unberührte Natur und viel Einsamkeit. Die Region ist geprägt von schimmernden Seen, mächtigen Vulkanen, hängenden Gletschern und einer sagenhaften Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Unsere abenteuerliche Reise führt uns von Chiles Hauptstadt Santiago über die bekannten Fernstrassen Panamericana, Carretera Austral und Ruta 40 bis nach Punta Arenas, der südlichsten Grossstadt der Welt. Unterwegs erwarten uns viele Höhepunkte, wie die malerische Seenregion Chiles, die gewaltigen Eismassen des Gletschers Perito Moreno oder den wildromantischen Nationalpark Torres del Paine.

1. Tag  Montag, 18. März

Brienz – Santiago

Fahrt ab Interlaken (weitere Einsteigeorte nach Absprache) via Brienz – Brünig – Luzern nach Zürich Flughafen. Gemeinsames Check-In und Abflug nach Santiago de Chile.

2. Tag  Dienstag, 19. März

Santiago

Am Vormittag landen wir in der chilenischen Hauptstadt Santiago. Als erstes machen wir einen Stadtrundgang durch das koloniale Zentrum der Metropole. Sie sehen den zentralen Hauptplatz Plaza de Armas mit seiner Kathedrale, den Cerro Santa Lucía, einen Hügel, der sich inmitten der Stadt erhebt, und das geschichtsträchtige Regierungsgebäude La Moneda, das vor über 40 Jahren Schauplatz eines Putsches und der anschliessenden Militärdiktatur war. Danach Fahrt zum Hotel, das sich gleich neben dem höchsten Gebäude Südamerikas befindet.

3. Tag  Mittwoch, 20. März

Valparaíso

Heute unternehmen wir einen Ausflug an die Pazifikküste. Die malerische Hafenstadt Valparaíso gehört zu den schönsten des Landes und besticht vor allem durch seine 40 Hügel, die die Stadt umgeben. Das historische Zentrum wurde wegen seiner Architektur aus dem 19. und 20. Jahrhundert zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt. Auf einem geführten Spaziergang erkunden Sie die bunten Gassen, fahren mit einem der nostalgischen Ascensores, einer Art Standseilbahnen, und beobachten von einem der vielen Hügel das geschäftige Treiben unten im Hafen. Im Verlauf des Nachmittags Rückfahrt nach Santiago.

4. Tag  Donnerstag, 21. März

Santiago – Los Ángeles

Auf der berühmten Panamericana führt uns die heutige Route durch eines der fruchtbarsten Gebiete des Landes, wo Wein, Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Rindfleisch und Milchprodukte für ganz Chile und den Export produziert werden. Bei San Javier erreichen wir das Maule-Tal, das nebst dem Valle del Maipo bei Santiago, als die «Wiege des chilenischen Weinbaus» gilt. Wir besuchen ein Weingut und überzeugen uns bei einer Degustation selbst von der Qualität des Weines. Beim anschliessenden Picknick werden uns typisch chilenische Spezialitäten aufgetischt. Anschliessend Fahrt zu unserem Hotel nach Los Ángeles.

5. Tag  Freitag, 22. März

Los Ángeles – Pucón

Wir fahren weiter Richtung Süden und erreichen bald den beliebten Urlaubsort Pucón am Lago Villarica. Pucón wird vor allem während den Sommermonaten Januar und Februar von chilenischen und ausländischen Touristen besucht. Das Städtchen bietet nebst seiner wunderbaren Lage direkt am See und dem vielfältigen Angebot an Aktivitäten eine einzigartige Besonderheit: Einen herrlichen Blick auf den verschneiten Vulkan Villarica, aus dem stets eine feine Rauchsäule aufsteigt. Geniessen Sie die charmante Atmosphäre des Städtchens und schlendern Sie durch die belebten Gassen, wo sich Cafés, Boutiquen und Souvenirgeschäfte aneinanderreihen.

6. Tag  Samstag, 23. März

Pucón – Valdivia – Puerto Varas

Heute steht als erstes der Besuch der Stadt Valdivia auf dem Programm. Benannt wurde sie nach seinem Gründer Pedro de Valdivia, der im 16. Jahrhundert grosse Teile Chiles eroberte. Der spanische Konquistador hat zudem Santiago und andere Städte gegründet, als er und seine Truppen sich im Kampf gegen die indigenen Mapuche durchsetzten. Heute zeichnet sich Valdivia aber eher durch seinen authentischen Fischmarkt und die Seelöwen, die sich an der schönen Flusspromenade tummeln, aus. Weiter geht’s an den Lago Llanquihue in das deutsche Kolonialstädtchen Puerto Varas.

7. Tag  Sonntag, 24. März

Puerto Varas und Umgebung

Am Vormittag fahren wir dem Lago Llanquihe entlang in den Nationalpark Vicente Pérez Rosales. Auf der Strecke werden wir stets vom traumhaften Ausblick auf den mächtigen Vulkan Osorno begleitet. Der Nationalpark ist eingebettet zwischen türkisblauen Seen, reissenden Flüssen, die über Kaskaden stürzen und verschneiten Vulkanen. Später fahren wir zurück, an Puerto Varas vorbei und besuchen das Städtchen Frutillar. Auch hier ist deutlich der Einfluss der deutschen Einwanderer zu erkennen. Noch heute weisen viele deutsche Schilder den Weg. Im Freilichtmuseum Colonial Alemán erfahren wir mehr über die beiden Einwanderungswellen der Deutschen im 19. und 20. Jahrhundert und über deren heutige Situation.

8. Tag  Montag, 25. März

Puerto Varas – Lago Yelcho

Auf unserer heutigen Tagesetappe erreichen wir das Tor zu Patagonien. Teils auf der Strasse teils auf der Fähre streifen wir durch traumhafte, abgelegene Fjorde westlich von Chiloé, der grössten Insel des Landes. Ab Caleta Gonzalo fahren wir auf der legendären Fernstrasse Carretera Austral. Der erste Streckenabschnitt führt durch das riesige, von üppiger Vegetation geprägte Naturschutzgebiet Parque Pumalín, das von Douglas Tompkins, dem Gründer der Marken The North Face und Esprit, ins Leben gerufen wurde. Teils über Asphaltstrasse, teils über Schotterpisten kommen wir schliesslich am Lago Yelcho an, wo wir heute übernachten.

9. Tag  Dienstag, 26. März

Lago Yelcho – Puyuhuapi

Weiter geht’s auf der Carretera Austral vorbei an umwerfenden Naturschönheiten. Unterwegs besuchen wir den Nationalpark Queulat. Das Juwel des Parks ist der beeindruckende Hängegletscher «Ventisquero Colgante», von dem ein grosser Wasserfall aus schwindelerregender Höhe die steilen Felswände herunter stürzt. Unsere heutige Unterkunft kann nur mit einem Boot erreicht werden: Die Puyuhuapi Lodge ist herrlich an einem Fjord gelegen, wobei die einzige Strasse auf der anderen Seite verläuft. Entspannen Sie unter freiem Himmel in den natürlich heissen Quellen und geniessen Sie die Ruhe und die idyllische Umgebung.

10. Tag  Mittwoch, 27. März

Puyuhuapi – Coyhaique

Wir ziehen weiter, doch die wundervollen kontrastreichen Szenerien begleiten uns weiterhin: Vergletscherte Berge, rauschende Wasserfälle, Südbuchenwälder und Fuchsiengewächse versüssen uns die Fahrt in die nächste Stadt. Unterwegs passieren wir ein Gebiet, das durch Brandrodung der ersten Siedler in Mitleidenschaft gezogen wurde. Das letzte Teilstück des heutigen Streckenabschnittes gehört zum Naturschutzgebiet Río Simpson. Ein kleiner Naturlehrpfad und ein Museum informieren über die hiesige Flora und Fauna. Gegen Abend erreichen wir Coyhaique, die Provinzhauptstadt der Region Aysén.

11. Tag  Donnerstag, 28. März

Coyhaique – Perito Moreno

Wir verlassen Coyhaique in Richtung Osten und fahren der argentinischen Grenze entgegen. Nach Erledigung der Grenzformalitäten heisst es «Bienvenido en Argentina»! So sehr der Pflanzenwuchs auf der feuchten Westseite der Anden herrscht, so sehr hält er sich auf der trockenen Ostseite zurück. Urwälder weichen von nun an einer kargen Steppenlandschaft und der Wind fegt unaufhörlich über die weiten Ebenen der argentinischen Pampa.

12. Tag  Freitag, 29. März

Perito Moreno – El Calafate

Der heutige Tag beginnt früh, denn auf uns wartet die längste Etappe unserer Reise. Rund 650km legen wir heute auf einer weiteren bekannten Fernstrasse zurück: Die Ruta 40 beginnt an der bolivianischen Grenze, verläuft durch ganz Argentinien und endet in der patagonischen Stadt Río Gallegos nahe der Atlantikküste. Am Wegrand lassen sich zahlreiche Guanakos und vielleicht auch Nandus beobachten. Auch den Andenkondor, dessen Flügelspannweite bis zu 3m betragen kann – sieht man hier gelegentlich elegant am Himmel fliegen. Bei klarem Wetter können wir von unterwegs auch die Konturen des Fitz-Roy-Massivs erkennen. Am Abend kommen wir in El Calafate am Lago Argentino an.

13. Tag  Samstag, 30. März

Nationalpark Los Glaciares

Der nächste Höhepunkt unserer Reise steht an. Wir fahren in den Nationalpark Los Glaciares und schauen uns den Gletscher Perito Moreno an. Auf hölzernen Laufstegen gelangen Sie zu den Aussichtsplattformen am Seeufer des Lago Argentino, die sich direkt gegenüber den bis 60m hohen Gletscherwänden befinden. Während einer Schifffahrt können wir das Naturwunder noch von einer anderen Perspektive bewundern. Mit etwas Glück kann man beobachten, wie riesige Eismassen unter lautem Getöse in den smaragdgrünen See stürzen. Ausserdem gehört der Perito-Moreno-Gletscher zu den wenigen, die sich nicht zurückziehen.

14. Tag  Sonntag, 31. März

El Calafate – Nationalpark Torres del Paine

Heute nehmen wir wieder Kurs auf die chilenische Grenze. Schon bald eröffnet sich vor uns der grandiose Anblick des Paine-Massivs. Am späten Nachmittag erreichen wir dann den erhabenen Nationalpark Torres del Paine und bestaunen in dieser urweltlichen Naturlandschaft die berühmten Granittürme. Auf einer Rundfahrt werden uns die schönsten Aussichtspunkte gezeigt: Azurblaue und smaragdgrüne Seen vor glänzenden Gletschern, schäumende Flüsse in zimtfarbenen Pampasteppen, gischtende Wasserfälle und dazu eine faszinierende Andenflora und -fauna. Wir übernachten innerhalb des Nationalparks in einer Lodge.

15. Tag  Montag, 1. April

Nationalpark Torres del Paine – Puerto Natales

Am Vormittag besuchen wir noch einen anderen Teil des Nationalparks: Wir unternehmen einen ausgedehnten Spaziergang entlang des Lago Grey durch urwüchsigen Südbuchenwald zu einer Halbinsel mit tollen Panoramablicken auf das Paine-Massiv. Das Märchenhafte dieses Anblicks wird oftmals durch den mal tiefblau leuchtenden, mal von zerrissenen Wolkenbändern geprägten patagonischen Himmel verstärkt. Am Ende des Lago Grey können wir dessen Gletscherzunge bestaunen. Wir verlassen den traumhaften Nationalpark Richtung Süden und erreichen unseren Übernachtungsort Puerto Natales, der malerisch an einem Fjord liegt.

16. Tag  Dienstag, 2. April

Puerto Natales – Punta Arenas

Wir brechen auf nach Punta Arenas, der südlichsten Grossstadt der Welt. Trotz ihren rund 117'000 Einwohnern ist hier die Abgeschiedenheit deutlich spürbar. Kein Wunder – wir sind jetzt nämlich weiter entfernt von Santiago als von der Antarktis! Punta Arenas ist geprägt durch portugiesische Seefahrer, englische Schafzüchter und Einwanderer aus ganz Europa. Eine Vielzahl an Handelsflotten ankerte früher in der Hafenstadt an der Magellanstrasse, diese verlor jedoch ihre Bedeutung, als 1914 der Panamakanal eröffnet wurde. Auf einer Rundfahrt geniessen wir die wunderschöne Aussicht vom Cerro la Cruz auf die bunten Dächer der Stadt und die Meerenge, an dessen Horizont wir die Silhouette Feuerlands erkennen können.

17. Tag  Mittwoch, 3. April

Punta Arenas – Santiago

Im Verlauf des Tages fliegen wir nach Santiago. Am selben Abend besteigen wir das Flugzeug in Richtung Europa.

18. Tag  Donnerstag, 4. April

Santiago – Brienz

Ankunft in Zürich. Transfer zurück zu den Einsteigeorten.


Wir übernachten während der ganzen Reise in guten Mittelklassehotels oder Lodges. Während einer Nacht sind wir in einer Lodge mit begrenzter Anzahl Doppelzimmer untergebracht. Je nach Buchungsstand Unterkunft in Bungalows mit Mehrfachbelegung und Gemeinschaftsbad möglich.

 

Andere Länder, andere Sitten

Nicht überall können Sie den gewohnten Komfort und die gleichen Gepflogenheiten erwarten wie in Europa. Südamerika ist in einer touristischen Aufbruchsstimmung, doch ist die Infrastruktur noch nicht flächendeckend so gegeben, wie Sie dies vielleicht aus anderen Ländern gewohnt sind. Intakte Natur und unbebaute Landschaften sind in Südamerika zum grössten Teil noch vorhanden und nicht touristisch überrannt. Dies hat den Vorteil, dass Sie Land und Leuten noch natürlich, unbefangen, herzlich und freundlich begegnen können und Sie den Südamerikanern als Gast mit Toleranz und Verständnis entgegentreten.


+  die Reise wird mit einem Fernreisecar durchgeführt

+  der Car wird von einem Flück-Reisen Chauffeur gefahren

+  Übernachtungen in ausgewählten Hotels der Mittelklasse

+  eine deutschsprechende, ortskundige Reiseleitung wird uns auf der ganzen Reise begleiten

+  Sie benötigen keine Fremdsprachenkenntnisse


Pauschalpreis

Fr.

7'995.—

Einzelzimmerzuschlag 

Fr.

1'140.—

Annullationskosten/SOS-Versicherung

Fr.

119.—

Frühbucherrabatt bis 31.8.

Fr.

100.—

 

Inbegriffene Leistungen

  • Transfer mit Flück-Reisen Car nach Zürich Flughafen und zurück
  • Hinflug ab Zürich, Rückflug ab Santiago
  • Flug Punta Arenas – Santiago
  • Flughafentaxen
  • Busrundreise mit Fernreisecar
  • Übernachtungen im Doppelzimmer inkl. Halbpension
  • deutschsprachige Reiseleitung ab Santiago bis Punta Arenas
  • geführte Stadtrundgänge in Santiago und Valparaíso
  • Besuch des Weinguts mit Degustation und Picknick
  • Eintritte gemäss Programm
  • Fährüberfahrten am 8. Tag
  • Bootstransfer zur Puyuhuapi Lodge
  • Schifffahrt auf dem Lago Argentino

 

Nicht inbegriffene Leistungen

  • allfällige Erhöhung Flughafentaxen
  • und Kerosinzuschlag

 

Anforderungen

Auf dieser Reise entdecken wir jeden Tag etwas Neues. Die Teilnehmer sollten sich bewusst sein, dass es sich hierbei nicht um eine Erholungsfahrt handelt und zum Teil lange Strecken im Bus zurückgelegt werden. Eine «normal gute Gesundheit» ist Voraussetzung.

 

Anmeldung

Wegen den Flugplätzen ist eine frühzeitige Anmeldung (wenn möglich bis spätestens 15. Oktober 2018) notwendig.

 

Grenzformalitäten

Mindestens 6 Monate über das Reisedatum hinaus gültiger Reisepass.

 

Währung

Chilenische Pesos

Argentinische Pesos

Kreditkarte


Es gelten spezielle Annullationsbedingungen.

Preise Stand November 2017. Preisänderungen bleiben ausdrücklich vorbehalten!


 

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